Mensch mit Wurzeln
Ich bin am 10.07.1980 in Kempten geboren, mit deutschen und kongolesischen Wurzeln und selbst Mutter zweier wunderbarer Kinder. Meine Tochter ist 16 und besucht die FOS, mein Sohn ist 19, lebt seit Kurzem in seiner ersten eigenen Wohnung und macht eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Sie beide prägen mich – durch ihre Energie, ihre Fragen und durch all die Entscheidungen, die man als Mutter trifft, um Chancen zu eröffnen und zugleich Halt zu geben.
Seit acht Jahren bin ich mit meinem Partner zusammen, der gebürtig aus Oberstdorf kommt. Durch ihn, seine Familie und unsere gemeinsamen Jahre voller Erlebnisse in der Umgebung habe ich Oberstdorf nach und nach immer mehr ins Herz geschlossen.
Geprägt durch den Alltag
Über fast zwanzig Jahre habe ich auf alten Höfen im Allgäu gelebt. Auch meine Kinder sind in diesem Alltag aufgewachsen. Mit Holzöfen, großem Bauerngarten, teilweiser Selbstversorgung durch Gemüseanbau und zeitweiser Kleintierhaltung – Enten und Hühner gehörten dazu. Das war kein besonderes Konzept, sondern ein Alltag, für den wir uns bewusst entschieden haben. Arbeit, die gemacht werden muss und Dinge, die man selbst in die Hand nimmt: Holz machen, einmachen, Vorräte anlegen, mit den Jahreszeiten arbeiten. In meinen Zwanzigern habe ich eine Saison auf der Alp mitgearbeitet. Stallarbeit, Kühe eintreiben, melken – das, was eben anfällt. Später bin ich immer wieder auf die Alp gegangen, habe Freunde besucht und mitgeholfen, auch mit meinen Kindern. Diese Erfahrungen haben mich geprägt. Sie haben mir und meinen Kindern einen selbstverständlichen, respektvollen Umgang mit dem gelehrt, was da ist – Arbeit, Material, Ressourcen.
Ingenieurin aus Überzeugung
Schon früh wollte ich mein Umfeld positiv mitgestalten. Deshalb habe ich Physikalische Technik mit Schwerpunkt Umwelt- und Verfahrenstechnik studiert – ein Weg, der Naturwissenschaft, Verantwortung und den Wunsch verbindet, Lösungen zu entwickeln, die Menschen und Umwelt stärken.
Beruflich hat mich mein Weg in verschiedene Bereiche geführt: in die freie Wirtschaft, in technische Entwicklungsprojekte und schließlich an die Hochschule Kempten. Zunächst als
Laboringenieurin in der Fakultät Elektrotechnik und heute als Laboringenieurin und Lehrbeauftragte an den Fakultäten Soziales & Gesundheit und Maschinenbau. Dieser Mix aus Technik und Menschlichkeit begleitet mich seit vielen Jahren: Systeme verstehen, Zusammenhänge erkennen und gleichzeitig nah am Alltag der Menschen bleiben.
Brücken bauen zwischen Technik und Leben
Im AAL-Living Lab - der Lehr- und Forschungswohnung, die ich im Rahmen meiner Tätigkeit betreue - beschäftige ich mich damit, wie technische Innovationen den Alltag erleichtern können – besonders dort, wo Pflege, Belastung oder soziale Herausforderungen sichtbar werden.
Und hin und wieder unterstütze ich Seminare im Bereich Persönlichkeitsentwicklung als Coach – eine Arbeit, die mich lehrt, achtsam zuzuhören und Veränderungsprozesse konstruktiv zu begleiten, besonders dort, wo Pflege, Belastung oder soziale Herausforderungen sichtbar werden. In einem
Beitrag von Heise und von AllgäuTV können Sie einen Einblick in meine Arbeit bekommen.
Was mich stärkt
In meiner freien Zeit zieht es mich meist in die Natur: zum Wandern, Radfahren oder Schwimmen. Ich liebe Gartenarbeit – Blumen, Gemüse, Obst –, auch wenn ich momentan keinen eigenen Garten habe. Und Sport wie Yoga, Krav Maga und Fitness gibt mir den Ausgleich und die Kraft, die es für einen guten Alltag braucht.
Meine Haltung
All diese Erfahrungen – privat wie beruflich – haben mich geformt. Sie haben mich gelehrt, klar zu analysieren, menschlich zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen.
Diese Haltung nehme ich mit, wenn ich daran denke, wie wir Oberstdorf gemeinsam weiterentwickeln können.
Hier ein kompakter Überblick über meinen Werdegang:
Lebenslauf – Chantalle Schubert
Persönliches
- Geboren 10.07.1980 in Kempten (Allgäu), rk
- Deutsche und kongolesische Wurzeln
- Geschieden, Mutter zweier Kinder (19 und 16 Jahre)
- Seit acht Jahren in Partnerschaft mit einem gebürtigen Oberstdorfer
Beruflicher Werdegang
Seit 2017 – Hochschule Kempten
Laboringenieurin & Lehrbeauftragte
2017–2020: Laboringenieurin im Physiklabor der Fakultät Elektrotechnik
Seit 2020: Laboringenieurin an der Fakultät Soziales und Gesundheit
- Betreuung des AAL-Living Labs: Lehr- und Forschungswohnung für Assistive Technologien, die pflegebedürftige und ältere Menschen im Alltag unterstützen
- Praxisorientierte Projekte zu Pflegeinnovation, Digitalisierung und Demografie
- Konzeption und Durchführung interdisziplinärer Lehrveranstaltungen
- Schnittstelle zwischen Studierenden, Forschung und regionalen Partnern
Seit 2020: Lehrbeauftragte für das Physik Praktikum der Fakultät Maschinenbau
2015–2017 – Ullco GmbH
Projektingenieurin im Anlagenbau
- Technische Projektkoordination
- Prozessoptimierung und Schnittstellenmanagement
2008–2009 – Sunmachine GmbH
Testingenieurin
- Planung und Durchführung technischer Testreihen
- Analyse und Dokumentation
2004–2005 – Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik
Diplomarbeit & Hilfskraft
- Diplomarbeit: Stickstoff-Elimination aus anaerob vorgereinigtem kommunalem Abwasser (Note 1,2)
- Tätigkeit als technische Hilfskraft in der angewandten Forschung: Durchführung experimenteller Arbeiten und Auswertung wissenschaftlicher Daten
Ausbildung & Qualifikationen
Dipl.-Ing. (FH) Physikalische Technik
Schwerpunkt Umwelt- und Verfahrenstechnik an der Hochschule Weingarten – Ravensburg
Coachin für The Work of Byron Katie
Fokus: Selbstreflexion, Entscheidungsfindung und persönliche Veränderungsprozesse
Weitere Qualifikationen:
- Vermittlung komplexer technischer Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen
- Anwendung und Bewertung von Smart-Home- und KI-basierten Assistenzsystemen in praxisnahen Umgebungen
Politische & Gesellschaftliche Schwerpunkte
- Bürgerbeteiligung & transparente Entscheidungsprozesse
- Digitalisierung & moderne Verwaltung
- regionale Wertschöpfung & wirtschaftliche Vielfalt
- Wohnraum für Einheimische
- Mobilität & Lebensqualität
- Pflege, Gesundheit & Daseinsvorsorge
Kompetenzprofil
Fachlich-technisch
- Analyse komplexer technischer und organisatorischer Systeme
- Interdisziplinäre Forschung und Anwendung assistiver Technologien
- Entwicklung und Bewertung von Smart-Home- und KI-basierten Lösungen
- Strukturierte Prozessgestaltung und praxisorientierte Umsetzung
Menschlich-sozial
- Coaching & Moderation mit Fokus auf Entscheidungsfindung und Veränderungsprozessen
- Praxisnaher Bürgerdialog durch Führungen, Workshops und Austausch in der Forschungswohnung
- Klare, verständliche Kommunikation technischer Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen
- Koordination und Weiterentwicklung interdisziplinärer Prozesse
Engagement & Aktivitäten
- Zusammenarbeit mit Sozial- und Pflegeeinrichtungen im Rahmen von AAL-Projekten
- Austausch und Mentoring für Studierende
- Regionale Vernetzung durch berufliche Zusammenarbeit mit der Stadt Kempten sowie einschlägigen Einrichtungen und Fachinstituten
- Überregionale Vernetzung mit Hochschulen, AAL-Forschungseinrichtungen und Fachinstituten
- Teilnahme an Messen, Fachtagungen und Netzwerktreffen
- Durchführung eigener Workshops und Vorträge zu Technik, Pflegeinnovation und Digitalisierung
- Mitglied im Elternbeirat
- Unterstützung von Seminaren als Coachin
Interessen
- Wandern im In- und Ausland – Naturverbundenheit und Ausdauer
- Singen (Auftritte, Bühnenpräsenz) – Ausdruck und kulturelles Engagement
- Gartenarbeit – Nachhaltigkeit und Bodenständigkeit
- Yoga – Achtsamkeit und Balance
Kampfsport – Disziplin und Durchhaltevermögen

